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Vor 25 Jahren explodierte ein Atomreaktor in Tschernobyl. Am 29. März 2011 waren zwei Zeitzeugen der Katastrophe in unserer Schule, einer davon war damals Hubschrauberpilot am Unglücksort, außerdem kam noch eine Wissenschaftlerin mit und eine Dolmetscherin mit. Sie haben uns über die Katastrophe und die Spätfolgen in Tschernobyl berichtet.




Unter anderem haben sie uns über die Radioaktivität, Missbildungen, die steigenden Krebsrate, sowie die Ernährungslage und den Lebensbedingungen der Menschen dort in der Sperrzone eindrucksvoll erzählt. Der Reaktorunfall von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl, nahe der ukrainischen Stadt Prypjat und gilt als bislang schwerste nukleare Havarie. Auf der Ines-Skala wurde sie als bisher einziges Ergebnis mit dem Höchstwert 7 eingestuft. Grundlegende Mängel in der Konstruktion des Reaktors, sowie Planungs- und Bedienungsfehler bei einem Versuch,führten zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg. Die darauf folgenden Explosionen bewirkten einen Super-Gau. Große Mengen an radioaktivem Material wurden in die Luft geschleudert und verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl, aber auch über viele Regionen Europas. Nach der Katastrophe hatten hunderttausende Helfer, so genannte Liquidatoren, einen Sarkophag – einen provisorischen Betonmantel- um den explodierten Reaktor errichtet. Dieser ist inzwischen an vielen Stellen gerissen und droht einzustürzen. Mit ausländischer Finanzhilfe soll deshalb in den kommenden Jahren eine neue Schutzhülle gebaut werden. Bei 134 Personen, insbesondere bei Kraftwerksbeschäftigten und Feuerwehrleuten, wurde die Strahlenkrankheit diagnostiziert. 28 von ihnen starben im Jahr 1986 in Folge der Strahlenkrankheiten. Die meisten in den ersten Monaten nach dem Reaktorunfall. In den Jahren 1987 bis 2004 verstarben 19 weitere von der Strahlenkrankheit betroffene Helfer, einige davon möglicherweise an den Langzeitfolgen der Strahlenkrankheit. Zu den bisher am häufigsten beobachteten gesundheitlichen Folgen gehört ein dramatischer Anstieg der Fälle on Schilddrüsenkrebs bei Personen aus Weißrussland, Russland und der Ukraine, die zum Zeitpunkt des Unglücks Kinder oder Jugendliche waren. Der Anstieg wird auf die Belastung mit radioaktivem Jod zurückgeführt und wurde Anfang der 1990er Jahre zuerst in Weißrussland beobachten. Insgesamt wurden in den genannten drei Ländern bis Anfang 2006 etwa 5000 Fälle diagnostiziert. Umstritten ist, ob ein erhöhtes Schilddrüsenkrebs-Risiko auch für Menschen besteht, die zum Zeitpunkt der höchsten Belastung durch radioaktives Jod bereits erwachsen waren. Ein durch Strahlungsaktivität bedingter Anstieg der Fälle von Leukämie ist bisher nicht eindeutig feststellbar, kann aber auch nicht widerlegt werden. Diesbezügliche Studien hatten zum Teil unsichere Datengrundlagen oder brachten widersprüchliche Ergebnisse. In einer großen Kohorte von Liquidatoren in Russland wurde (bei „registrieren“ Strahlendosen zwischen 150 und 300 mSv) eine annähernde Verdoppelung des Leukämierisikos gefunden.

Zum Abschluss ist zu sagen, dass die beiden anwesenden Zeitzeugen das Geschehen in Tschernobyl sehr interessant und informativ erklärt haben.





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