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Ja, ja.... das Leben auf dem Lande hat sicherlich auch für die Schule und die Schülerinnen und Schüler viele Vorteile gegenüber städtischen Strukturen. Leider aber auch Nachteile. So haben wir hier eben nicht die Möglichkeit bei der Suche nach Ausbildungsstellen aus einer Vielzahl von Betrieben auszuwählen. Daher ist es ein besonderes Anliegen der Schule unsere Schulabgänger so fit wie möglich für die Berufsfindung zu machen. Wir stellen euch mal unser Konzept dazu vor:
Berufsfindungskonzept der HRS Kreiensen Erstellt von der Arbeitsgruppe Wirtschaft, Juni 2006, wird laufend überarbeitet.
Grundlagen:
Die Schule hat den Auftrag vom Staat, die Schülerinnen und Schüler (SuS) auf die Arbeitwelt vorzubereiten, abgeleitet aus §20 GG: Unterstützung der sozial Schwachen…
Unser Ziel:
Mit besten Möglichkeiten aus dem strukturschwachen Raum starten!
Persönliches Entscheidungsschema:
Alle SuS müssen eine individuelle Entscheidung für einen Startberuf treffen. Dazu muss eine Flut von Informationen zunächst einmal gesammelt werden. In der zweiten Phase müssen diese Informationen von den SuS interpretiert, d. h. für ihre Belange ausgewertet und ausgewählt werden. Schließlich müssen zu dem ausgewählten Beruf Alternativen gesucht werden, weil aus verschiedensten Gründen der Erstberuf oft nicht verwirklicht werden kann. Die/der Lehrende: hilft als Moderator, unterstützt bei der Strukturierung, fördert und fordert die Motivation der SuS. Die Eltern sind natürlich auch mit eingebunden: Informationsabende, Einzelgespräche, Beratung durch die Arbeitsagentur.
Erste Entscheidungshilfen
Vermittlung von theoretischen Kenntnissen über Betriebe im Unterricht. In der Hauptschule in Klasse 7 gibt es auch erste Betriebserkundungen. In der Realschule ab Klasse 8: Bedeutung von Arbeit, Organisation von Betrieben.
Was ist eigentlich mein Traumberuf, Wunschberuf, Startberuf? Da hilft: Planet Beruf, das Arbeitsprogramm der Arbeitsagentur, mit Themen wie z.B.: Meinen Fähigkeiten auf der Spur - Was, wo, mit wem will ich arbeiten - Berufsbilder erkunden Manchmal heißt es am Ende: Das geht ja gar nicht, - eine bittere Erkenntnis Alternativen sind auch hier wieder gefragt
Praktische Entscheidungshilfen speziell Hauptschule
In der H 8: Erfahrungen sammeln in der Arbeitswelt Vorbereitende Kurse im BPT Programm (Mittwoch´s ist BPT–Tag, 6 Std. im Block) - Förderung der Schlüsselqualifikationen - Fächerübergreifend und in verschiedenen Kursen: - Hauswirtschaft, z.B.: Betriebserkundung - Werken, z.B.: Planung und Ausführung von Werkstücken handwerkliches Geschick, - Technik, z.B.: Kalkulationen von Kosten für ein Werkstück - Kommunikation- und Verhaltenstraining, z. B.: „Knigge“ für Praktikanten
Erstes Betriebspraktikum (BPT) Vorbereitung auf das Praktikum (Sicherheit, etc.) in der Schule. Zu Beginn des 2. Halbjahres gehen unsere SuS zunächst für eine Woche in einen selbst ausgewählten Betrieb, danach jeweils am Mittwoch (s.o.) für ca. 18 Wochen. Am Ende steht eine Auswertung (Selbsteinschätzung / Fremdeinschätzung durch Betriebe und Fachlehrer)
In der H 9: Drei Wochen Praktikum zur Erkundung eines Startberufes, Bewertung nach: Verhalten im Praktikum, Praktikumsmappe, Rückmeldung durch den Betrieb.
Entscheidungshilfen speziell in der Realschule
Drei Wochen Praktikum zur Erkundung eines Startberufes in der 9. Klasse. Dazu wird natürlich eine umfassende, fächerübergreifende Vorbereitung vorgenommen und während des Praktikums ist eine intensive Betreuung selbstverständlich. Anschließend wird auch hier eine individuelle Auswertung durchgeführt.
Unsere Stärke:
Wir sind ganz nah an der Praxis.
Deshalb machen unsere SchülerInnen auch ihre Praktika nicht in einer BerufsBildendenSchule, sondern ganz bewusst in Betrieben. Dort lernen sie die reale Arbeitswelt, mit all ihren Höhen und Tiefen kennen. Von dort erhalten sie und auch die betreuenden Lehrer individuelle Rückmeldungen über ihre Stärken und Schwächen von den Betriebsinhabern, Meister/Innen, Mitarbeiter/Innen. Diese, teilweise deutlichen, Worte haben schon manch eine/n zum Nachdenken angeregt.
Hauptvorteile unserer Schule: Beste Kontakte zu regionalen, aber auch überregionalen Unternehmen, d.h. jeder SuS hat die Möglichkeit auf einen Praktikumsplatz. Enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, wie z.B.: Arbeitsagentur (Beratung in der Schule, jeden ersten Freitag im Monat und natürlich nach Vereinbarung), „jump“ – Job Börse, Banken, Krankenkassen, so wie IHK, Handwerkskammer, Verbände, örtliche Vereinigung von Handel und Gewerbe.
Das muss sein: Evaluation Auswerten der jährlichen Betriebspraktika, Rücksprache mit den Betrieben, Optimierung des Verfahrens, Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen. |
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